Wie sagt man so schön? Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Daher ist es auch ganz besonders wichtig, als Arbeitgeber bereits mit dem Bewerbungsprozess und -management zu punkten. Und genau dieser Prozess startet bei der Stellenausschreibung, denn dort beginnt die Arbeitgeber-Attraktivität!


Der Aufbau, die Formulierungen und natürlich die Vorzüge, die Sie als Unternehmen bieten, müssen den potenziellen neuen Mitarbeiter in der Stellenausschreibung direkt „catchen“. Versetzen Sie sich hierbei mal in die Lage eines Kandidaten. Das Lesen von mehreren Stellenanzeigen kann aufgrund einer Aneinanderreihung von vielen Floskeln auf Dauer ganz schön langweilig werden. Also werden Sie konkret: Was genau macht die Position aus und vor allem, was macht Sie als Arbeitgeber interessant? Achten sie ganz besonders darauf, dass die Ausschreibung authentisch ist. Und eines sei Gewiss: Der kostenlose Kaffee und der Obstkorb sind zwar nett, aber bei Weitem nicht die Art von Benefits, die ein Mitarbeiter von Ihnen erwartet!



Was ist seitens des Arbeitgebers ein absolutes No-Go im Bewerbungsprozess?


Ganz einfach: zu lang, zu kompliziert und nicht mobilfähig! Ein einfacher Prozess – ohne eine nötige Registrierung - ist die Grundvoraussetzung für ein effizientes Recruiting. Aufwändige Bewerbungsformulare stellen für viele Kandidaten eine große Hürde dar und erhöhen die Absprungrate ungemein. Im weiteren Ablauf gibt es Wesentliches zu beachten:


1. Die Reaktionszeit


So banal es klingt, so realistisch ist es jedoch: Die Reaktionszeit in vielen Unternehmen dauert einfach zu lange! Es kommt vor, dass eingehende Bewerbungen Wochen oder Monate ungeachtet an der Seite liegen, da der Workflow im Tagesgeschäft eine weitere Bearbeitung einfach nicht zulässt. Folglich sind die guten Kandidaten schneller wieder vom Markt verschwunden, als Sie gucken können. Eine Sichtung sollte daher just-in-time stattfinden und eine Einladung zum Gespräch ebenfalls innerhalb weniger Tage ausgesprochen werden. Ist dies nicht persönlich umsetzbar, lässt sich ein Erstgespräch auch unkompliziert per Video oder zunächst als Telefoninterview organisieren.


2. Recruiting ist kein Nebenjob


Das Bewerbungsmanagement ist sehr zeitintensiv. Eine qualitative Auswahl findet nicht „mal eben“ zwischen Tür und Angel statt, denn nicht nur der Kandidat bewirbt sich bei Ihnen, sondern auch umgekehrt. Recruiter sollten sich ausschließlich auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter konzentrieren und den Fokus ganz klar auf eine wertschätzende Betreuung legen. Schließlich gilt der Prozess zeitgleich als Marketing-Maßnahme für das Unternehmen.


3. Handwerkszeug ist gefragt


Die Kommunikation mit den Kandidaten ist das A & O. Daher ist es sogar für kleine Unternehmen wichtig, einen Überblick über den Bewerbungseingang zu haben. Denn es fängt schon bei der Eingangsbestätigung der Unterlagen an. Jeder Kandidat erinnert sich an ein Unternehmen, welches überhaupt nichts von sich hören lässt – jedoch eher mit einem negativen Beigeschmack. Ohne ein funktionierendes Bewerbermanagement kommt man auch bei Einladungen, Absagen und sogar Doppelbewerbungen ganz schön ins Schwanken.


Denken Sie bei einem passenden Kandidaten immer daran, dass dieser sicherlich mehrere Eisen im Feuer hat. Somit ist besonders zeitnah „Action“ erforderlich. Vereinbaren Sie möglichst kurzfristig einen Termin und nennen Sie einen direkten Ansprechpartner für mögliche Rückfragen.


Geht der Prozess in den nächsten Step des Vorstellungsgespräches, dann ist es wichtig, dass Sie keinen Monolog führen – schließlich bewerben sich hier beide Seiten füreinander! Ein einseitiger Fragenmarathon kann schnell anstrengend sein und der Kandidat möchte höchstwahrscheinlich genau so viel von Ihnen erfahren, wie Sie von ihm. Vor allem aber überzeugende Gründe, weshalb er ausgerechnet bei Ihnen starten sollte.


Auch wenn das Vorstellungsgespräch rund lief: Treffen Sie keine Hau-Ruck-Entscheidung! Schließlich machen Sie Ihrem Gegenüber nach einem ersten Date auch nicht direkt einen Heiratsantrag. Festigen Sie in einem Zweitgespräch den guten Eindruck, denn auch hier ist wieder zu beachten, dass sich zwei Seiten füreinander entscheiden müssen. Absolut empfehlenswert in einem zweiten Gespräch ist das Kennenlernen von Kollegen der Abteilung. Im ersten Gespräch stand vermutlich die Qualifikation und das Aufgabengebiet im Vordergrund, aber die Chemie zwischen den zukünftigen Kollegen ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt, um eine Basis für eine langfristige Zusammenarbeit zu schaffen.


Die finale Entscheidung wurde getroffen und Sie haben sich füreinander entschieden? Großartig! Aber auch jetzt heißt es, den Prozess weiterzuführen. Die Mitarbeiterbindung beginnt am ersten Tag und zwar mit einem gut vorbereiteten Onboarding-Prozess. Ist der Arbeitsplatz vernünftig eingerichtet? Steht das erforderliche Arbeitsmaterial bereit? Werden erst einmal alle Kollegen und/oder Abteilungen vorgestellt? Erleichtern Sie so Ihrem neuen Mitarbeiter, sich „an Bord“ Ihrer Besatzung wohl zu fühlen. Sorgen Sie dafür, dass der Funke überspringt und der Mitarbeiter für Ihr Unternehmen brennt!


Abschließend nutze ich gerne ein Zitat von Arte Nathan:

„Man kann Mitarbeitern das Lächeln nicht beibringen, Sie müssen Lächeln, bevor man sie einstellt.“

Wollen Sie mit uns gehen? Dann freuen wir uns über eine #connection und vereinbaren ein Date, um mit Ihnen genau DIE Lösung zu besprechen, die individuell zu Ihrem Unternehmen passt!


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Ilka & Co.


Grafik: Marc Prasse

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